Informationen zum Thema Flüchtlingshilfe

Generell dürfen Sie gerne gut erhaltene Gebrauchtwaren in unseren Hab & Gut Gebrauchtwarenhäusern abgeben. Sie unterstützen damit die Bedürftigen von Stadt und Landkreis Landshut und die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen, Schwerbehinderten und psychisch erkrankten Menschen.

Wie kann ich helfen? Welche Spenden werden für die Flüchtlinge benötigt?

Bitte sehen Sie von Sachspenden ab. Die Flüchtlinge benötigen vorerst Herbst- und Winterkleidung.

Die Bekleidung kann auch bei unserem Haus in Altdorf abgegeben werden.

Wo kann ich mich für weitere Informationen hinwenden?

Koordinationsstelle: Freiwilligenagentur Landshut (Fala) 0871 408 60 27 oder  info@freiwilligen-agentur-landshut.de - die Fala bittet darum nicht persönlich vorbeizukommen sondern sich vorerst telefonisch oder per Mail zu melden

Homepage der Stadt Landshut:  www.landshut.de unter "Flüchtlingshilfe in Landshut

Kleiderkammer der Stadt Landshut, Niedermayerstr. 89: 0871 966 36 14

 

Arbeitsprojekte der Diakonie

Bitte wählen Sie aus unseren Angeboten:

Die Arbeitsprojekte werden unterstützt durch Mittel der Gebets- und Opferwochen des DW Bayern.

Die Arbeitsprojekte der Diakonie Landshut sind nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) zertifiziert.

SPD Landtagsabgeordnete Ruth Müller besuchte das Hab & Gut in Altdorf

von li. nach re.: Ruth Müller, Sabine Angermaier, Jan Ritzer, Ruth Waldmann, Hans Seidel, Filiz Cetin, Ines Nößler, Sabine Wimmer

Das etwas andere Warenhaus für Stadt und Land

SPD Landtagsabgeordnete Ruth Waldmann und Ruth Müller besuchten am 04.05.15 "Hab & Gut" in Altdorf.

Seit über zehn Jahren gibt es im Landkreis Landshut die Gebrauchtwarenhäuser "Hab & Gut" mit Dependancen in Rottenburg, Vilsbiburg und Altdorf. Dort finden Menschen auf dem sogenannten zweiten Arbeitsmarkt Bechäftigung, einen strukturierten Tagesablauf und gleichzeitig die Bürgerinnen und Bürger der Region die Gelegenheit günstige Waren - vom Küchentisch bis zum Speisegeschirr - zu erwerben. Die beiden Landtagsabgeordneten Ruth Müller und Ruth Waldmann besuchten auf Einladung von "Hab & Gut" die Altdorfer Einrichtung gemeinsam mit den beiden Markträten Sabine Wimmer und Hans SEedel sowie Kreisrätin Filiz Cetin. Das Haupthaus der Arbeitsprojekte der Diakonie Landshut e. V., das Gebrauchtwarenhaus "Hab & Gut" in Altdorf gibt Menschen eine neue Chance, sich im Berufsleben zurechtzufinden. "Langzeitsarbeitslose bekommen bei uns eine Eingliederung, schwerbehinderte oder psychisch kranke Menschen finden eine sinnvolle Beschäftigung", erläuterte Jan Ritzer, der Leiter der Arbeitsprojekte. Zudem seien derzeit auch acht Asylberwerber in den Einrichtungen beschäftigt, so Ritzer. 18 Personen umfasst das Stammpersonal (8 Personen davon begannen als sog. Ein-Euro-Jobber) und im letzten Jahr konnten rund 15 Prozent der Beschäftigten aus dem Ein-Euro-Job-Bereich im Anschluss ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis bekommen. Ein großes Problem sehe man in der Begrenzung der Förderdauer auf zwei Jahre, machte die Sprecherin des Kampagnenbüros von EFAS Bayern, Ines Nössler, die Politiker aufmerksam. "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in etwas so lange dauert, wie die Arbeitslosigkeit bestanden habe", so Nössler. Zwei Jahre seieen da meist zuwenig.

Rund 250 Kunden decken sich täglich in Altdorf mit Kleidung, Schuhen und Gebrauchsgegenständen ein. Angegliedert ist auch ein Schulbedarfsladen - hier ist allerdings für den Einkauf von Stiften, Heften und Ordnern, die Neuware sind, ein Berechtigungsschein notwendig. "Ansonsten ist es uns wichtig dass jeder hier einkaufen kann, damit die Kunden nicht stigmatisiert werden", so Sozialpädagogin Sabine Angermaier. Dies bestätige auch Marktgemeinderätin Sabine Wimmer: Die leidenschaftliche Theaterspielerin findet für die Aufführungen hier immer genügend Requisiten, berichtete sie beim Rundgang durch das Gebrauchtwarenhaus. Die Einnahmen der Gebrauchtwarenhäuser werden wiederum für die Beschäftigungs- und Arbeitsmöglichkeiten der Langzeitarbeitslosen, Schwerbehinderten und psychisch Kranken innerhalb der Projekte verwendet.

Die Münchener Landtagsabgeordnete Ruth Waldmann, die 15 Jahre als Bezirksrätin in Oberbayern tätig war, machte deutlich, dass politisch ein "klares Bekenntnis zum 2. und 3. Arbeitsmarkt nötig sei". Man dürfe die Augen nicht davor verschließen, dass es Menschen gebe, die auf solche Arbeitsprojekte angewiesen seien. Die Sozialwissenschaftlerin zitierte eine Studie der Universität Eichstätt, die den "S-ROI"-Faktor ermittelt habe. Das "Social-Return-of-Investement" liege bei elf Prozent, wenn alle Maßnahmen, Kostenträger und Folgekosten eingerechnet würden, so Waldmann. 

Derzeit gebe es 67.180 Langzeitarbeitslose in Bayern, erfuhren die SPD-Politiker. Die Landshuter Abgeordnete Ruth Müller sprach an, dass Sozialministerin Andrea Nahles angekündigt habe, gerade diese Personengruppe künftig besser zu fördern und zu unterstützen, um eine Rückkehr in das Berufsleben zu ermöglichen. Wichtig sei eine gute Vernetzung zwischen den Arbeitsagenturen und Jobcentern von Stadt und Landkreis Landshut, dem Bezirk Niederbayern Landshut und der Politik, damit die Förderinstrumente nicht weiter abgebaut werden und mehr Menschen eine Zukunft ermöglicht wird.

Sigi Hagl zu Besuch bei Hab&Gut Altdorf

Sigi Hagl und Jan Ritzer

 

Förderstellen für Langzeitarbeitslose auf die Hälfte geschrumpft

 

Einen Überblick über die Situation der Langzeitarbeitslosen in Stadt und Landkreis Landshut verschaffte sich vergangene Woche Sigi Hagl,Landesvorsitzende und Fraktionsvorsitzende der Landshuter Grünen, im Haupthaus der Arbeitsprojekte der Diakonie Landshut e.V., dem Gebrauchtwarenhaus „Hab & Gut“ in Altdorf.

Dabei berichtete der Leiter der Arbeitsprojekte, Jan Ritzer, dass sich Förderstellen für sogenannte "ein-Euro-Jobs"  seit seinem Beginn 2008  von 96 zu besetzenden Stellen auf 46 mehr als halbiert haben. Das entspricht laut Hagl dem bundesweiten Trend, wie eine Anfrage der Grünen im Bundestag kürzlich ergab. " Förderinstrumente wurden in den vergangenen Jahren radikal abgebaut. Viele arbeitslose Menschen fallen in ein Förderloch und werden zum Nichtstun verdammt," kritisiert Hagl. Die Grünen-Politikerin wies in diesem Zusammenhang auf den bundes- wie bayernweiten Anstieg der Zahl der Langzeitarbeitslosen hin und äußerte ihr Unverständnis, dass der Abbau ohne Alternativen für bundesweit 435000 Bürger von statten gehe, die aufgrund von multiplen Vermittlungshemnissen schwer auf den ersten Arbeitsmarkt einzubinden sind. Diese Zahl, so der Leiter der Arbeitsprojekte, Jan Ritzer, wurde letztes Jahr von Forschern der Hochschule Koblenz erhoben und wird als Untergrenze der Langzeitarbeitslosen gesehen, denen kaum Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt eingeräumt werden.

 „Förderstellen werden Mangelware - auch in Landshut",sagte Hagl. Im Arbeitsamtsbezirks Landshut-Pfarrkirchen sind laut aktuellem Arbeitsmarktbericht 2038 Menschen langzeitarbeitslos, das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von 11%.

Jan Ritzer verwies auf die Argumentation der Bundesagentur für Arbeit, die kritisiert, dass die Arbeitsgelegenheiten nicht die gewünschten Erfolge erzielten (LZ berichtete am 7.8.2014 über die Aussage von Heinrich Alt, dass die Ein-Euro-Jobs in weniger als zehn Prozent zu einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz führten).

 Bei den Arbeitsprojekten der Diakonie wurde im ersten Halbjahr 2014 zum einen die bundesweite Eingliederungsquote mit 26,8 % weit überschritten. Zum anderen waren sich Hagl und Ritzer einig, dass Ein-Euro-Jobs nicht nur an der Vermittlungsquote in den sogenannten 1. Arbeitsmarkt gemessen werden darf, sondern dass öffentlich geförderte Beschäftigung ein Mehrwert für die gesamte Gesellschaft sei. "Die Betroffenen in den Arbeitsgelegenheiten erfahren Wertschätzung ihrer Tätigkeiten, können sich beweisen und so zu mehr Selbstvertrauen gelangen", erläuterte Ritzer. Eine Erhebung, welche Wirkungen auf die Entlastung der Gesundheitskassen durch diese Maßnahmen entsteht, gibt es laut Ritzer bislang nicht.

Einen „interessanten Ansatz“, der genauer analysiert werden müsse, sah Hagl in dem PAT-Modell, das derzeit in Baden-Württemberg erprobt wird:  Alle Leistungen, die Hartz-IV-Empfänger erhalten werden in einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz „umgewandelt“, also passive Leistungen in aktivierende transferiert (PAT) .

Die Landesvorsitzende sprach sich zudem für „flexible Strategien“ für öffentlich geförderte Beschäftigung aus und  forderte auch für Bayern entsprechende Landesprogramme, die in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg schon ins Leben gerufen wurden.

 

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