Die Diakonie: Die Finanzierung

Die Wirtschaftskraft des Sozialmarktes in Deutschland wird oft unterschätzt. Allein in Bayern werden in den etwa 3.500 Einrichtungen und von über 40.000 Mitarbeitenden der Diakonie jährlich über eine Milliarde Euro umgesetzt.

Dabei wird jedes Angebot der Diakonie durch unterschiedliche Partner finanziert. So erhalten diakonische Einrichtungen und Träger zum Teil Mittel aus Kirchensteuern. Diese werden von allen entrichtet, die Mitglieder der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sind und ein eigenes Einkommen haben. Einige Angebote erhalten nur einen geringen Zuschuss, andere, wie die Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit (KASA), werden vollständig von der Landeskirche finanziert.

Da die Diakonie als Wohlfahrtsverband Aufgaben des Staates übernimmt (Subsidiaritätsprinzip), erhält sie außerdem Mittel der öffentlichen Hand ? etwa von den Sozialhilfeträgern. Denn darauf haben alle Menschen in Deutschland,die für ihre Unterbringung, Betreuung und Pflege nicht selbst auf kommen können,einen gesetzlich gesicherten Anspruch. Dies gilt für Pflegebedürftige ebenso wie für Menschen mit Behinderung. Der jeweilige Sozialhilfeträger kommt für die Kosten auf, die nicht aus der Pflegeversicherung und dem Einkommen oder Vermögen der betreffenden Person gedeckt werden können.

Zudem beteiligt sich der Freistaat Bayern an der Finanzierung bestimmter Angebote der Diakonie, wie etwa der Schwangeren- und Schwangerenkonfliktberatung. Auch dies sind Mittel der öffentlichen Hand.

Versicherungsleistungen machen den größten Anteil diakonischer Haushalte aus. Denn wer sozialversichert ist, hat Anspruch auf gesetzlich festgelegte Leistungen: Die Krankenkassen, Pflegekassen, Rentenversicherungsträger und Berufsgenossenschaften übernehmen die Kosten der medizinischen und pflegerischen Versorgung in den Krankenhäusern und Pflegeheimen. Auch die häusliche Pflege wird über Kranken- und Pflegekassen finanziert. Andere Angebote, wie etwa Beschäftigungsinitiativen, werden wiederum über die Arbeitsagenturen finanziert.

Aber: Auch wenn es Hilfen gibt, die für alle zugänglich sein sollen und darum für die Klient/innen kostenfrei bleiben müssen, übernehmen weder die öffentliche Hand noch die Versicherungen generell alle Kosten. Steigende Lohn- und Sachkosten und Entgelte,die dieser Entwicklung nicht angepasst werden, führen zu Deckungslücken. Viele Angebote können darum nur durch Eigenmittel der Diakonie aufrecht erhalten werden. Zur Finanzierung diakonischer Leistungen spielen deshalb Spenden eine immer wichtigere Rolle.

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