Diakonisches Werk startet Patenmodell für Arbeitsuchende
Führungskräfte mit guten Kontakten und Berufserfahrung helfen
Menschen auf deren Weg zurück ins Arbeitsleben. Das ist die Kernidee des
Patenmodells, dem neuesten Angebot des Diakonischen Werkes Landshut. Die
Jobpaten arbeiten ehrenamtlich, daher ist die Betreuung für Arbeit suchende
Klienten kostenlos.
AKTUELLES
Holger Peters,
geschäftsführender Vorstand des Diakonischen Werkes, ist vom Erfolg des
Patenmodells überzeugt: „Wir haben schon jetzt drei motivierte Führungskräfte
aus verschiedenen Berufsfeldern zur Verfügung, die mit ihrer Erfahrung bestimmt
etwas bewegen können.“ Aus der Telekommunikationsbranche sowie aus der Personal-
und Unternehmensberatung stammen die Jobpaten in Landshut, die gerne dazu
beitragen möchten, dass arbeitslose Menschen wieder eine geeignete Stelle
finden.
Paten als „Türöffner“
Ihre Aufgabe ist,
das Selbstwertgefühl der Klienten aufzubauen, sie für die Bewerbungsphase
zu motivieren und Tipps für die Stellensuche zu geben. Diese Betreuungsform hat
den Vorteil, dass auf die Stärken und Schwächen jedes Einzelnen individuell
eingegangen werden kann. Mit Hilfe eines Integrationsplans werden gemeinsam
geeignete Schritte erarbeitet.
Die Jobpaten sind nicht dazu da, eine neue
Arbeitsstelle anzubieten. Aber sie werden ihre Netzwerke aktivieren und Kontakte
herstellen. Auf diese Weise kann der Pate im Einzelfall durchaus zum „Türöffner“
in den begehrten Beruf werden.
Bundesweites Modell mit
Erfolg
Was vor einigen Jahren in der Diakonie Berlin und Brandenburg
begonnen wurde, ist heute ein bundesweit aktives und mit Preisen ausgezeichnetes
Coaching-Modell. Derzeit sind mehr als 400 Jobpaten ehrenamtlich aktiv.
Ursprünglich für die berufliche Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen
gedacht, hat sich das Projekt inzwischen auch inhaltlich ausgeweitet. Aufgrund
der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen gehören Arbeit suchende Menschen
mit Behinderung ebenso zur Zielgruppe des Patenmodells wie Jugendliche in der
Berufsorientierungsphase und Migranten.
Ehrenamtliche gesucht
Von der Patentätigkeit profitieren
jedoch nicht nur die Klienten. Sie kann auch für die Jobpaten selbst
gesellschaftliche Anerkennung, persönliche Zufriedenheit und ein Plus an
sozialer Kompetenz bedeuten. Der Koordinator für den Raum Niederbayern, Bernhard
Huber, freut sich über jeden Neuzugang: „Wir wünschen uns noch mehr
ehrenamtliche Kräfte mit Führungserfahrung, damit wir möglichst viele
Arbeitslose betreuen können.“ Begeistert von dieser Art des bürgerschaftlichen
Engagements ist übrigens auch Oberbürgermeister Hans Rampf: Er hat die
Schirmherrschaft für das Patenmodell übernommen.