Sozialstation des Diakonisches Werks hat jetzt Kompetenzkräfte zur
Wundversorgung
Wenn chronische Wunden monatelang nicht heilen, leiden Patienten. Für
ambulante Pflegedienste stellt diese Problematik eine besondere Herausforderung
dar, die es bestmöglich zu bewältigen gilt. In der Sozialstation des
Diakonischen Werks stehen dafür nun vier ausgebildete Wundexperten zur
Verfügung. Mit ihrem Wissen unterstützen sie bei schwieriger Wundheilung, wie
etwa bei „offenen Beinen“, das übrige Pflegepersonal.
„Die zusätzliche Kompetenz unserer Wundexperten ist für uns ein
Qualitätsmerkmal der Pflege“, betont Marianne Amendinger, Leiterin der
Sozialstation. Im Blickfeld habe man dabei immer den Patienten, dessen
Lebensqualität sich durch richtige Wundversorgung verbessern lasse. Besonders am
Herzen liegt ihr dabei die enge Zusammenarbeit mit dem behandelnden Hausarzt und
den Fachärzten, um so gemeinsam einen Heilungserfolg zu erzielen.
Drei Krankenschwestern und ein Pfleger des Diakonischen Werks wurden in der
sechstägigen Fortbildung mit den Grundlagen der Wundheilung vertraut gemacht.
Dabei ging es um Erkrankungen, die chronische Wunden verursachen können,
beispielsweise Diabetes. Auch andere wichtige Aspekte, wie Fußpflege, operative
Verfahren und Dokumentation, standen auf dem Lehrprogramm. Organisiert wurde das
mehrtägige Seminar vom Wundnetz Landshut e.V., einem 2002 gegründeten
Zusammenschluss von Ärzten und ambulanten Krankenpflegediensten. Am Ende des
Seminars legten die Teilnehmer eine Prüfung ab und erhielten ein Zertifikat.
Selbstverständlich behalten die neuen Experten ihre Kenntnisse nicht für sich
allein. Marianne Amendinger möchte, dass durch interne Schulungen alle
Pflegekräfte auf den neuesten Wissensstand in Sachen Wundversorgung gebracht
werden. Im Übrigen gibt es bei der Sozialstation des Diakonischen Werks auch
eine schriftliche Leitlinie zum optimalen Versorgungsablauf chronischer Wunden,
nach deren Vorgaben schon jetzt alle 60 Mitarbeiter pflegen.