DIE HERBSTSAMMLUNG VOM 15. BIS 20. OKTOBER 2018

Den "typischen" wohnungslosen Menschen gibt es nicht.

Martin M. stand mitten im Leben. Er war erfolgreich und arbeitete in einer großen Firma. Als er vor einigen Jahren die Kündigung wegen mangelnder Auftragslage erhielt, begann der soziale Abstieg. Diese Situation belastete ihn sehr und führte zur Trennung von seiner Frau. Als er die Miete nicht mehr zahlen konnte, bekam er die Wohnungskündigung und plötzlich stand er auf der Straße. Er lernte Streetworker der Diakonie kennen, die ihn in eine Notunterkunft vermittelten. Vorübergehend fand er dort einen Schlafplatz. Einige Zeit später bekam er einen Platz im Betreuten Wohnen. Die Wohnung und die regelmäßigen Beratungsgespräche gaben ihm wieder Halt und Hoffnung zugleich. Heute sucht er dringend wieder eine eigene Wohnung und eine Arbeit.

Wohnungslosigkeit wird in der Öffentlichkeit immer noch als ein Problem wahrgenommen, das in erster Linie Männer betrifft. Der Anteil an Frauen in Wohnungsnot ist aber in den letzten Jahren stark angestiegen. Mehr noch als Männer versuchen Frauen ihre Notlage oft zu verheimlichen und den Anschein von Normalität zu wahren. Rund 30% der wohnungslosen Menschen in Deutschland sind Frauen.

Wohnungslose Frauen

benötigen spezifische Hilfen und Unterstützung. In der Beratung geht es oft darum, die Kreisläufe von Abhängigkeit und Gewalt zu durchbrechen. Denn: Häufig steht der Wohnungsverlust im Zusammenhang mit Gewalterfahrungen in Partnerschaft und Familie. Spezielle Hilfen und Angebote bieten Frauen in Wohnungsnot daher besonderen Schutz.

Unterstützungsangebote der Diakonie in Bayern:

  • 14 Fachberatungsstellen für Menschen in Wohnungsnot
  • 3 Fachberatungsstellen speziell für Frauen
  • 10 Kurzzeit-Übernachtungsmöglichkeiten für wohnungslose Menschen (150 Plätze)
  • 7 Dienste für Aufsuchende Straßensozialarbeit (Streetwork)
  • 11 Tagesaufenthalte/Wärmestuben
  • 9 ambulante Dienste für Betreutes Wohnen (280 Plätze)
  • 2 teilstationäre Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe (20 Plätze)
  • 11 stationäre Einrichtungen (800 Plätze)
  • 8 stationäre Einrichtungen speziell für Frauen (100 Plätze)

 

Unser Ziel ist es, Armut und soziale Ausgrenzung zu verhindern und die individuelle Lebenssituation der betroffenen Menschen zu verbessern. Mit ihnen gemeinsam entwickeln wir Perspektiven, um sie bei der Integration in die Gesellschaft zu unterstützen.

Wir bitten Sie herzlich um eine Spende für die Angebote der Diakonie in Bayern.

 

Spendenhotline 0800 700 50 80*

* Spenden Sie mit Ihrem Anruf gebührenfrei aus dem deutschen Festnetz.

Wohnungslosigkeit hat viele Gesichter.

Früher waren hauptsächlich alleinstehende Männer wohnungslos. Doch der Anteil von Frauen, Familien, Alleinerziehenden, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit einer psychischen Erkrankung und/oder einer Suchterkrankung ist in den letzten Jahren stark angestiegen.

Körperliche Bedürfnisse wie Hunger, Durst und Wärme lassen sich ohne eigene Wohnung und bei geringen finanziellen Mitteln schwer befriedigen.

Wohnungslose Menschen erleben vielfach Abneigung und soziale Kälte. Bürokratische Hürden erschweren zudem eine Teilhabe an der Gesellschaft:
Eine Wohnung gibt es oft nur bei geregeltem Einkommen und einen Job nur bei festem Wohnsitz. Menschen in Wohnungsnot kennen oft ihre Rechte nicht und haben Probleme ihre Ansprüche durchzusetzen.

Die Wohnungslosenhilfe der Diakonie handelt aus der Tradition der christlichen Armenhilfe:
„Arme habt ihr allezeit bei euch, und wenn ihr nur wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun“ (Markus 14,7).

Bei unseren bedarfsgerechten Hilfen steht ein respektvoller Umgang mit Menschen in Notlagen an erster Stelle. Neben den Problemen werden auch die Stärken der betroffenen Menschen gesehen. Hoffnungen werden wieder geweckt und neue Perspektiven aufgezeigt

Durch Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit setzen wir uns für die Rechte von Menschen in Wohnungsnot und für die Weiterentwicklung der Hilfen ein, um eine Verbesserung ihrer Lebenslage zu erreichen.

Jeder Mensch braucht eine Wohnung.

Bitte unterstützen Sie diese wichtigen und notwendigen Angebote sowie alle weiteren Angebote der Diakonie in Bayern mit Ihrer Spende.

Spendenkonto:

Diakonisches Werk Bayern
Evangelische Bank eG

DE20 5206 0410 0005 2222 22

Stichwort: Diakoniesammlung H-2018

70% der Spenden an die Kirchengemeinden bleiben im Dekanatsbezirk zur Förderung der diakonischen Arbeit. 30% der Spenden an die Kirchengemeinden werden durch das Diakonische Werk Bayern zur Projektförderung in ganz Bayern eingesetzt. Hiervon wird auch das Info- und Werbematerial für die Sammlung finanziert.



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